Umbau Restaurant Sonne Sissach

Umbau Restaurant Sonne Sissach
Umbau Restaurant Sonne Sissach
Umbau Restaurant Sonne Sissach

Umbau Restaurant Sonne Sissach

Das traditionsreiche Gasthaus Sonne wird umfassend erneuert. Neben der bisherigen Gaststube entstehen ein neues Restaurant, eine Seniorenresidenz und Hotelzimmer.

 

Durch den historischen Ortskern von Sissach führt der einst bedeutende Verkehrsweg über den unteren Hauenstein. Bei der zentralen Strassenkreuzung nach der Brücke über den Diegterbach weitet sich die Hauptstrasse platzartig auf. An diesem zentralen Platz steht prominent der Gasthof Sonne.

Die siebenachsige Sonne mit balkongedecktem Doppelportal ist kommunal geschützt. Die ehemalige Dependance, welche als Tanzsaal diente, ist kantonal geschützt und beherbergt heute das Heimatmuseum der Bürgergemeinde Sissach.

Das Hauptgebäude erhielt seine heutige Gestalt wahrscheinlich in den 1860er Jahren. Seither wurde es in mehreren Etappen erweitert und ist heute in einem sehr baufälligen Zustand.

Der Anbau aus den 1980er Jahren ist in gebrauchstauglichem Zustand, architektonisch jedoch ein störendes Element im Ensemble von Sonne und Heimatmuseum.

 

Die Fassaden des Hotel Sonne werden saniert und erhalten neue Farben, welche die Zusammengehörigkeit von Sonne und Heimatmuseum zum Ausdruck bringen.

 

Auf der Nordseite wird ein zweigeschossiger Neubau, rechtwinklig an den bestehenden Erweiterungsbau aus den 1980 er Jahren angebaut. Dieser Neubau bildet das Pendent zur Wacht, dem historischen Bau auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Gemeinsam bilden die beiden Gebäude quasi den Brückenkopf auf der Ostseite des Diegterbachs. Die in Holz ausgeführten Fassaden nehmen schlichte, traditionelle Ornamente der Holzarchitektur auf und übersetzen diese in die Neuzeit. Die abgewinkelte Positionierung folgt den Fluchten früherer Bebauungen. Zusammen mit dem Hauptbau entsteht ein hofartiger Aussenraum.

 

Die Südfassade des alten Gasthofes präsentiert sich in einem pitoyablem Zustand.

Mit dem Anfügen einer neuen, traditionellen Laubenschicht erhält diese rückwärtige Fassade eine Aufwertung und einen neuen Ausdruck.

 

Der zweigeschossige Erweiterungsbau aus den 1980er Jahren wird ebenfalls mit laubenartigen Elementen ergänzt. Die Struktur der Laube lassen das mächtige Volumen in den Hintergrund treten. Die schlitzartigen Fassadenöffnungen werden zu Balkonausgängen aufgeweitet und lassen die neuen Proportionen insgesamt harmonischer erscheinen.

 

Der bestehende eingeschossige Anbau im Süden wird vom Hauptgebäude optisch mit einer Fuge getrennt und dadurch zu einem eigenständigen Baukörper mit einer klaren Adresse an der Zunzgerstrasse. Mit diesem dritten Element wird die Wirkung von Heimatmuseum und Sonne als Ensemble gestärkt.

 

Bauherrschaft ImmoML