Wettbewerb
Neubau Stadthaus Kreuzlingen

Wettbewerb Stadthaus Kreuzlingen
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Wettbewerb
Neubau Stadthaus Kreuzlingen

Am Bärenplatz in Kreuzlingen soll ein Gesamtprojekt bestehend aus dem Neubau eines Stadthauses, der Integration einer unterirdischen Autoeinstellhalle sowie der Neugestaltung des dazugehörigen Freiraums, genannt Festwiese, realiesiert werden.

- Citylounge -

 

Städtebau
Der Planungsperimeter liegt im Grünraum, welcher sich von der Kirche St. Ulrich im Osten, bis zur Parkstrasse im Westen aufspannt. Das neue Stadthaus im westlichen Teil des Projektperimeters wahrt einen respektvollen Abstand zum Kloster. Das Stadthaus bildet durch die Besetzung des heute ungegliederten Freiraumes zugleich ein verbindendes städtebauliches Element, welches das Kloster subtil in das städtische Gefüge eingliedert.
Das viergeschossige Volumen folgt weder in der Geometrie noch mit den Gebäudefluchten, einem vorgegebenen Muster. Es fügt sich mühelos als Solitärbau in die gewachsene Struktur ein. Die Fassadenknicke verkürzen die jeweiligen Fassadenlängen. Die markante Gebäudeform verleiht dem neuen Volumen eine Eigenständigkeit, welche die Rolle des Stadthauses manifestiert. Durch das Abrücken des Baukörpers von der Haupt- und Pestalozzistrasse bleibt die zusammenhängende Grünfläche erlebbar und das neue Stadthaus erhält einen gebührenden Vorplatz. Die beiden Eingänge vernetzen das Erdgeschoss mit dem Aussenraum.

Umgebung
Allseitig wird das Gebäude grosszügig, direkt erschlossen und an die angrenzenden Verkehrswege und Gebäude sinnvoll angebunden. Zur Hauptstrasse und zum Kreisel erhöhen begehbare Baumscheiben aus Kiesrasen die Durchlässig- und Erreichbarkeit. Weite Wiesenflächen bilden zusammen mit den Baumgruppen den parkartigen Innenraum. Der neue Baumbestand mit leichtkronigen Gleditsien bindet den Neubau in die Gesamtanlage ein  und lässt wichtige Blickbezüge zum Kloster zu. Vier ebenfalls leichtkronige Robinien verbinden und setzen die bestehenden Baumreihen entlang der Hauptstrasse fort. Die Festwiese wird entlang dem Oberen Schulweg angeordnet und von dort erschlossen.


Die Citylounge
Betritt der Besucher das Stadthaus, wird er in einer dreigeschossigen Halle empfangen. Dieser repräsentative Raum bildet das Zentrum und Herzstück der neuen Stadtverwaltung: die Citylounge! Die Citylounge wird zum Identifikationselement und kommunikativen Zentrum für die Bevölkerung der Stadt Kreuzlingen. Öffentliche Anlässe, wie Ausstellungen, Märkte, Bazare, Lesungen, Apéros, etc. sind denkbar.
Das Tageslicht flutet über vier grosse Lichttrichter gebündelt und indirekt in die Halle. Die inneren Fassaden stehen im Licht oft sogar im Sonnenlicht, obwohl der Himmel nicht sichtbar ist. Dies führt zu einem besonderen Raumerlebnis und bringt den Vorteil, dass keine aufwendige Beschattung notwendig wird. Steht der Besucher im Erdgeschoss der Citylounge, kann er in alle vier Himmelsrichtungen ins Freie sehen. Grosse Verglasungen geben den Blick in die Umgebung frei.

Organisation EG
Im Erdgeschoss sind, neben den Drittnutzern, die Konferenzräume angeordnet. Zusammen mit der Citylounge stehen diese Räume den Bewohnern von Kreuzlingen jeder Zeit zur Verfügung. Die Drittnutzer partizipieren an und profitieren von der Citylounge. Sie haben alle einem direkten Zugang von aussen, auch Zugang von der Citylounge. Direkt beim Hauptzugang ist die Information der Stadtkanzlei. Hier kann sich der Besucher informieren, in welchem Geschoss sich seine Anlaufstelle befindet. Die am meisten frequentierte Standkanzlei liegt im 1. Obergeschoss. Deren Wartebereich ist grösser gestaltet und besitzt eine Art Terrasse zur Citylounge.

Organisation OG
Die Bürostruktur ist entlang der Glasfassade organisiert. Der Besucher bewegt sich im Gang um die Citylounge herum, bis er den entsprechenden Wartebereich erreicht. Von der Wartezone aus blickt der Besucher auf das Treiben in der Citylounge. So wird die zentrale Citylounge auch auf den Geschossen zum verbindenden und kommunikativen Zentrum. Die Decke der Citylounge liegt zwischen dem zweiten und dritten Obergeschoss. Dadurch entsteht im 4. Obergeschoss ein Dachgarten. Trotzdem ist der Blick von den Wartebereichen der vier grossen Glaslaternenin die Citylounge möglich.

Erscheinungsbild
Eine polygonale, feingliedrige Betonstruktur umspannt das rechteckige, warme Glasvolumen der Stadtverwaltung. Diese raumhaltige Umspannung bestehend aus horizontalen Balkonplatten und vertikalen Betonlamellen verhüllt das Glasvolumen. Die spezielle Form der Betonlamellen lässt das Licht unterschiedlich stark reflektieren. Dadurch wird das regelmässige Fassadenraster aufgebrochen und ein unregelmässiges Licht-Schattenspiel entsteht. Die Fassaden sind entsprechend der Gebäudenutzung allseitig gleich ausformuliert. Je nach Standort jedoch, erscheint das Stadthaus dem Betrachter als offen und transparent oder geschlossen und massiv. Die beiden Zugänge im Erdgeschoss sind durch die zurückversetzte Verglasung klar ablesbar. Es entstehen zwei überdeckte Vorbereiche. Der Hauptzugang in der Nordwestecke ist der Stadt zugewandt. Der Zugang in der Südostecke ist in Richtung Kuspo/ Campus orientiert.
 

Arbeits-gemeinschaft Frison Architekten, Kreuzlingen
Visualisierungen maaars Architektur Visualisierungen, Zürich